Sigmar Gabriel und die Musik: Die klavierspielende Tante

In der Politik darf man sagen, was man will. Dadurch wird es aber auch nicht besser, was man sagt. Ein Exkurs über die Lebensgeschichte eines bundesdeutschen Wirtschaftsministers und sein Verhältnis zu Tanten und Onkels, zu Pop und Kraut, zu Tasten und zum Fasten. Ein Gruß an die Blockschalmeien in allen Parteien. "Ein Onkel der was mitbringt, ist besser als die Tante die Klavier spielt", meint @sigmargabriel. Na ja? pic.twitter.com/Cwcx5JuGaP — Olaf Zimmermann (@olaf_zimmermann) June 7, 2016 Klavierspielende Tanten, da hat der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates gut zugehört, danke dafür. Da hätte er sich mal einfach bei seinen Kabinettskollegen schlau machen sollen. Kann aber auch sein, das Gabriel seinen Vorvorgänger im Merkelamt, die Tante Helma Schmidt gemeint hat, deren Geklipper ja […]

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Trinken – Definition

supermarkt. berlin. foto: hufner

An Tomatensuppe niemals Pfeffer. Niemals! Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen. Bier auf Wein, das geht gut rein. Nach dem Essen, sollst du ruhen oder tausend Schritte tuen. Gebietet der Einfalt doch bitte Einhalt. Einer geht noch … Der Wander schreibt übers Trinken: Da die Deutschen in dem Rufe stehen, von jeher gute Trinker gewesen zu sein, so ist es natürlich, dass ihre Sprache auf diesem Felde auch sehr ausgebildet ist und einen grossen Reichthum an Bezeichnungen für Trinken besitzt, als: Bechern, bullen (pullen = aus der Bulle trinken), dutteln (tutteln, dudeln), füllen, seggen, (sich) sullen, suseln, güggeln (= gern und oft trinken), heben (gut heben können), klunkern, kümmeln (Kümmelbranntwein trinken), lecken (nur wenig trinken), luppen, lurken, lutschen, […]

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Rozum v hlavu neobijes, a ctnost ke kuzi neprisijes

Agostino Carracci: Bär und eine Biene. Ausführung: Francesco Brizio. Um 1595, Kupferstich, 12,5 × 15,2 cm. London, The British Museum, Department of Prints and Drawings.

Das war böhmisch: Verstand lässt sich nicht einprügeln. Auch nicht übel: Rozum bez ctnosti jako mec v rukou síleného. oder polnisch: Rozum bez cnoty miecz w ruku szalonego. meint: Verstand ohne Tugend ist ein Schwert in der Hand eines Wahnsinnigen. Und gar lustig, was der Holländer so denkt: Daar baat geen verstand, als de boter aan het brood niet kleven wil. Das ist zu deutsch: Was nützt aller Verstand, wenn die Butter auf dem Brot nicht kleben will. Ihr Verstand ist so scharf, dass ihr Mann sich damit rasiren kann.

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