Enzyklopädie der Neuen Musik: „Polychronia“ bis „öáíôáóßá – lass die Moleküle rasen“

Die Werke der Kalenderwoche 39/2019. Speziell … Violakonzert Fünf Romanzen Chagall-Zyklus I Ieratiki Poiisi Tetragrammaton Polychronia Klezmer-Suite Sellanraa Saudade B-A-C-H Belsazar Der Spinnerin Nachtlied öáíôáóßá – lass die Moleküle rasen A Blurring Cloud – Geschöpfe der Fahrt schlafen, träumen, singen ohne Ufer, eine Einladung Zwei Herren aus Verona Falstaffiade Kleine Suite nach alter Art Eine kleine Streicherserenade The Cycle of Time Stadt (Land Fluss) Orchester-Divertimento Hubertusmesse Symphonie „Drones of druids on celtic ruins“ Suite populaire Mobile Trifolium Non piu infelice Night Music Klavierstück IX Gustav Mahler Rituals Das Konzert Sehnsucht Adjacent rooms II Cancro Cinq miniatures

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Enzyklopädie der Neuen Musik: „Tautochronie“ & „Mensch und Maschine“

Störung auf einer Website.

Eine neue Woche mit Neuer Musik im Radio. Hier Kalenderwoche 38 (16. bis 22. September) 2019. Ein Titel stammt dabei aus meiner Feder „op.3 g für Violine und Tonband“ wars glaube ich. Da ich aber vollständig chronophob (oder war es phonophob, Herr Doktor?) bin, traue ich mich auch nicht zu fragen, ob das wohl jemand errät. Heute vor einem Jahr starb übrigens Paul Virilio, falls sich noch jemand für Dromologie interessieren sollte. Amadé | Natur/Ton/Tanz | Tautochronie | Linie und Block | small difference | Klingende Zeit | Feld | Monologe | Angel of Dusk | Alt-Nürnberg | Psalmenkantate | chordis canam | Vision | Alfabet | Atlas I: In principio | Artefacts #2 | Ekstasis | Aggression | Anatolia […]

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Enzyklopädie der Neuen Musik: „Eigene Welten“

Eben noch gelesen und schön verblüfft. Der NDR verkündet im Rahmen seiner Website zur aktuellen Composerin in Residence: „U. C.s tänzerische und hoch anspruchsvolle Musik entführt in ganz eigene Welten.“ Was die Autorin vielleicht sagen wollte: Die Komponistin macht ihr eigenes Ding mit beatloser Tanzmusik, wo man einfach mitmuss und was man vorher nie zu hören bekam, weil es die Welt der Komponistin ist. Es ist ihre Welt oder zumindest irgendeine eigene, jedenfalls keine, die einem selbst gehört. Weil deren Musik aber auch hochansprchsvoll ist, darf diejenige, die sie hört, wenn sie sich entführen lässt, zu Kreis derjenigen zählen, die auch dieses Niveau selbst erreicht. Schafft man es nicht, war für einen der Anspruch wohl zu hoch. Dann muss man […]

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Enzyklopädie der Neuen Musik: „Neues Werk“

Eine Woche Neue Musik in Worten, Werken, Stücken, Arbeiten und Taten. Vom 1.7. bis zum 7.7.2019 werden folgende Werke, Stücke, Arbeiten im Rundfunk erklingen: „Blasons anatomiques du corps féminin“ „Monumentum/Palimpsest“ „Streichquartett“ „Drei Gesänge“ „Moments musicaux III“ „Sechs Lieder“ „Spiegelung“ „Sellanraa“ „Saudade“ „Cembalokonzert“ „Divertimento“ „Zerstören“ „Neues Werk“ „Gougalon“ „Après une lecture der marx: III. Tombeau de Mary-Ann Walkely“ „variations aoutomatiques“ „Schattenreich“ „Gerissene Dämpfe“ „grenzWELTEN/zeitENDEN“ „Jetzt“ „…riflessioni…“ „Sonate“ „Wunde/Wunder“ „Intentiones gallenienses“ „Phasen“ „Rot“ „Rundfunk“ „The Love Letters?“ „altijd onder“ „Ply“ „über“ „Estran“ „Noctiluca“ „Happy End“ „Strada non presa pour quatuor à cordes“ „Six lettres à l’obscurité (und zwei Nachrichten)“. Da kann man sich freuen. Der Eintrag ist Gordon Kampe gewidmet und seinem letzten Cluster „Muss mal müssen“ in der neuen musikzeitung.

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Enzyklopädie der Neuen Musik: „Gutmenschentremolo“

Kein Feuer. Foto: Hufner

Es sei „einwandfrei politisch korrektes Gutmenschentremolo,“ schreibt Eleonore Büning über die Transit-Performance des Ensemble Kaleidoskop bei den Donaueschinger Musiktagen in ihrer Kolumne des Netzmagazins takt1.de in der „society of music“. Das wundert, denn eigentlich empfand sie die Aufführung ziemlich daneben. Zur Sache sagt sie: „Danach steigt das Ensemble Kaleidoskop aus, flüchtlingsmäßig verkleidet. Baut sich auf in einer Reihe, guckt uns betroffen an, ob wir mit eingeschlafenen Füßen wohl auch inzwischen ein bisschen flüchtlingsmäßige Betroffenheit entwickelt haben und spielt Memory Spaces von Slavnics. Kollektive Erkundung eines Tones und seiner Obertöne. Reine Stimmung, reinen Herzens.“ Um dann den Schluss zu ziehen: „Einwandfrei politisch korrektes Gutmenschentremolo.“ Gutmenschentremolo, das: Wortschöpfung von Eleonore Büning in der „society of music“. Erste außermusikalische Verwendung in der WELTWOCHE […]

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Unterschied von E- und U-Musik

Scrennshot nmz.de (5.10.2017)

Von vielen bestritten und als falsch oder überflüssig empfunden: Die Unterscheidung von E- und U-Musik, also von Ernst und Unterhaltung. Abrechnungstechnisch für die Urheber nicht unwesentlich, empfindet sie manch einer als lästig, grausam und überholt. Die eine Ausfassung ist dem Wunsch, die andere der ökonomischen Realität geschuldet. In der Musikästhetik hält man unter Umständen ganz gerne daran fest, neigt dann das eine dem anderen zu und das anderem dem einen. Die größten Probleme zeigen sich da im und beim Jazz. Da weiß man nie so ganz genau, was was ist. Wenn man nicht dazu tanzen kann, ist es E, wenn doch, dann U. Jetzt hatte ich einmal in der Redaktion des Onlinebereichs der neuen musikzeitung die Chance, das Thema ein […]

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Enzyklopädie der Neuen Musik: Der „allgemein verständliche Stil“

Allgemein verständlicher Stil. Foto: Hufner

Barbara Boisits, habilitierte Musikwissenschaftlerin aus Österreich, prägte den Begriff des „allgemein verständlichen Stils“ als Stilbegriff innerhalb der Neuen Musik anlässlich eines Artikels in der „oeml“, dem „grundlegende[n] Nachschlagewerk zu Musik und Musikleben in Österreich“, das „sich an die wissenschaftliche Fachwelt ebenso wie an interessierte Laien“ richtet. „W. (…) strebte einen allgemein verständlichen Stil an, um so mit seiner Musik auch eine gesellschaftliche Funktion erfüllen zu können.“ Barbara Boisits, Art. „Wimberger, Gerhard‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: 21.7.2017 (http://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_W/Wimberger_Gerhard.xml). Nötig wird ein allgemein verständlicher Stil, um auch eine gesellschaftliche Funktion zu erfüllen. Das kann man vom allgemein unverständlichen Stil nicht gerade sagen. Dieser verneint daher auch eine gesellschaftliche Funktion zu erfüllen. Beispiele für einen allgemein verständlichen Stil findet man zum Beispiel […]

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Atonalitätismus – der güldene Mittelweg beim Komponieren

revolution. Foto: Hufner

Die politische Landschaft hat sich verändert. Man hat einen Linksextremismus entdeckt. Kein Mensch weiß bisher, welche Charakteristika diesen Extremismus auszeichnen könnten, aber man hat seinen Platz ausgemacht. Ein Blick in den Essy „Rechts und Links – Gründe und Bedeutungen einer politischen Unterscheidung“ (Berlin 1994 – Wagenbach) des italienischen Rechtsphilosophen Norberto Bobbio ist da hilfreich (mindestens der Abschnitt Extremisten und Gemäßigte). Er erwähnt die Rezeption „rechter“ Autoren von Seiten den „Linken“ (wie Friedrich Nietzsche, Carl Schmitt oder Martin Heidegger) und sagt dann: „So erklärt es sich, warum Revolutionäre (der Linken) und Konterrevolutionäre (der Rechten) gewisse Autoren gemeinsam haben können: sie haben sie, nicht weil sie der Rechten bzw. der Linken zuzuordnen sind, sondern weil sie Extremisten der Rechten bzw. der Linken […]

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Minimal und repetitive Musik – Das Goeyvaerts-Genom

Minmal - Geburt. Grafik: Hufner

Vor einiger Zeit habe ich über das Krenek-Genom nachgedacht und ihn mit der Erfindung der Musik von Phil Glass in Verbindung gebracht. Heute gibt es eine neue Findung: Karel Goeyvaerts „Composition No. 4“ aus dem Jahre 1952 mit der er die Phasenschiebe-Musik von Steve Reich vorwegnimmt! Und keiner hats gemerkt. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Zuerst dachte ich dabei: Okay, dass das noch niemandem aufgefallen ist, erstaunt mich jetzt doch sehr, wo doch Goeyvaerts doch so ziemlich alles erfunden hat, was man musikalisch erfinden kann. Allem voran die „Serielle Musik“ mit seinem Stück für zwei Klaviere. Worüber man auch mal nachdenken könnte übrigens. Während um 1925 die Streichquartette […]

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Musik und Gewalt – Geschlagener Schlager

So jetzts ja nicht, lieber MDR. Foto: Hufner

Der Schlager kommt vom Schlag, dem Beat. Schlagermusik ist Beatmusic. Soweit alles richtig. Künstlich hochgekocht wird das Phänomen aber nun beim MDR. Der brachte eine Sendung mit dem Titel: Vanessa Mai – Mein Herz schlägt Schlager Das ist in jeder Hinsicht ungebührlich. Seit wann schlägt das Herz wen und wenn, warum den Schlager? Was kann der Schlager denn dafür? Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Wir distanzieren uns von solcherleich Bushidoiaden im konventionellen öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Eine veritable Schlägerei müsste jetzt folgen. Der MDR geht auf seiner Website aber nocht weiter und lässt die Bosse der Majorlabels höchstpersönlich für Referenzen antanzen: Wer ist diese Frau? „Vanessa Mai ist der Shootingstar […]

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