Musik & Leben in Donaubashingen

Eine der besten Geschichten aus dem Black Forrest. Gelesen bei Musik mit allem und viel Spaß. Kurz: mmauvs. Im Dönerladen spricht uns eine ältere Dame an: “Gehören Sie auch zu den Musiktagen?” “Ja, Und Sie?” “Nein, nein! Ich wohne hier!!” [#domt16 | Schöne neue (Musik)welt] Wer dann dem großen Mitschreiber folgen möchte, schaue bei Alexander Strauch vorbei. PS: Übrigens: Georg Friedrich Haas, der Komponist, der aus dem Darknet kam PPS: Und ein Phantom sucht eine Heimat.  

Weiterlesen

133.827.693,80 Euro

Das ist angeblich der Preis, den die ARD für die Bundesligasenderechte im Jahr aufwendet, so meldet es die FAZ, die sich auf die taz bezieht. Wem das komisch vorkommt, der liegt nicht ganz falsch. Denn eine Transparenz unserer (!) öffentlich-rechtlichen Sender scheint in diesem Punkt nicht auffindbar zu sein. Ganz im Gegensatz dazu, wenn mal wieder ein Orchester weggespart werden soll. Da wird in die Zukunft gerechnet und dazu noch falsch. Die Intendanten, die das machen, werden dagegen hofiert und mit zusätzlichen Ämtern versehen. Aber ehrlich: Was sind schon knapp 134 Millionen Euro? Eine relativ geringe Summe, wenn man genau hinschaut. Das ist so in etwa der Personal- und Geräteaufwand bei der GEMA im Jahr. Mein Gott. Jeder Tag auf […]

Weiterlesen

Kleiner Ratgeber für Musikkritikerinnen und Musikkritikerinnenkritikerinnen

Aus einem Ratgeber für Musikkritikerinnen anno 2016. Nichtglossenleser dürfen weiterklicken. „Ein Musikwissenschaftsstudent meint sich erdreisten zu können, in einer öffentlichen Mini-Wortmeldung ein Stück von mir eben mal runterbuttern zu können. Steigt aufs ganz hohe Ross, übersetzt aber 2 von 3 Wörtern des englischen Titels falsch, behauptet ohne jegliche journalistische Recherche, ich habe Claqueurinnen bezahlt, pickt sich willkürlich Teile des Stücks heraus, um sie dann falsch zu beschreiben, vergleicht ohne historische Kenntnis mit der Historie, das Programmheft wird natürlich auch ignoriert usw.“ Synonyme zu erdreisten: „sich anmaßen, die Stirn haben, sich erlauben, riskieren, sich unterstehen, wagen; (gehoben) sich erfrechen, sich erkühnen, sich unterfangen, sich vermessen; (umgangssprachlich) den Nerv haben, die Courage haben, sich herausnehmen; (gehoben abwertend) sich nicht entblöden.“ (Duden) Dies […]

Weiterlesen

Horst Seehofers medienpolitischer Sondermüll

Vor ein paar Tagen soll der CSU-Horst gesagt haben: „Wir sind der Auffassung, dass die Grundversorgung auch von einer Fernsehanstalt geleistet werden könnte.“ Und zwar gegenüber der BILD-Zeitung. In dem nächsten Grundhatzsatzprogramm der CSU soll sich folgende Idee wiederfinden: „Wir streben langfristig die Beseitigung von Doppelstrukturen und die Zusammenlegung von ARD und ZDF unter einem Dach an.“ Und? Was passiert? Wie bei bestimmten anderen Parteien springen die Kommentare an, man distanziert sich hier, kritisiert dort. Und: Man nimmt das oder den ernst? Und warum? Weil er wichtig ist! Weil er Ministerpräsident in Bayern ist! Weil er die politische Treibjagd zur Bundestagswahl eingeleitet hat und man sich dazu verhalten muss – genau wie über jeden politischen Sondermüll einer anderen legalen Partei […]

Weiterlesen

Musikalischer Wahlkampf – multidialektischer Wahnsinn

In Presse und YouTube macht gerade ein Wahlkampflied von Jennifer Rostock die Runde. Ihr Text führt lauter Argumente für die Wahl der AfD (einer politischen Partei am rechten Rand und dahinter) auf. Das ist alles gut gemeint, AfD-Anhänger werden sich darin in ihrer Wahlentscheidung wiederfinden. Propaganda für die AfD. Nur der Refrain und das Schlusswort geben zu erkennen, dass man selbst das nicht so gut findet. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Man kann das gelungen finden oder nicht, das spielt nicht so sehr die Rolle. Interessant ist vielmehr, sich die Reaktionen dazu anzusehen, die ich eigens nicht unbedingt verlinken möchte. Interessant ist ja vielmehr, dass die Abwehr des […]

Weiterlesen

Musikalischer Kulturkampf rechts

Kurz vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin geht der Fokus ein wenig auf die musikalischen Ereignisse drum herum. In der nmz haben wir eine dpa-Meldung wiedergegeben „Sanfte Töne gegen die AfD – Linke, Rechte und der Polit-Pop“ und angereichert mit YouTube-Videos sowie einigen Links zum Thema Musik im Wahlkampf aus älteren Ausgaben der nmz, die nichtsdestoweniger aktuell bleiben. Für die mittlerweile vom Bayerischen Rundfunk abgesetzte Sendung „taktlos“ hatte ich zum Thema „Braun-Musik“ einen Text verfasst, den man hier nachlesen und -hören kann. Vor gut zehn Jahren war nicht abzusehen, dass sich neben der Jugendkultur auch die Erwachsenenkultur derartig ändern wird. Sie hat ihr Auffangbecken in einer bestimmten Partei gefunden, die offenbar von erstaunlich vielen Menschen als bürgerliche Alternative wahrgenommen […]

Weiterlesen

Nebelbomben auf die KSK

Seit einiger Zeit geistert eine Stellungnahme zur Zukunft der Künstlersozialkasse (KSK) durch die Presse. In der FAZ unter der Überschrift „Wirtschaft läuft gegen die Künstlersozialkasse Sturm“ oder beim Spiegel „Künstler und Journalisten: Arbeitgeber beklagen Bürokratie bei Künstlersozialkasse“. Die ganze Sache verursacht allerhand Trubel, ist aber nur eine gewaltige Wirtschafts- und Presseschleuder von Fehlinformationen. Die KSK ist nicht in Gefahr. Im Gegenteil: Die teilweise hanebüchenen Argumente, die da vorgetragen werden, sind in der Summe lächerlich und tendenziös und fallen auf die Autoren zurück. Da haben wir als Ausgangslage ein Positionspapier mit dem Titel „Künstlersozialversicherung für Unternehmen entbürokratisieren –  andernfalls abschaffen“ (pdf) von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (kurz: VhU). Schon der Titel muss irritieren: Das könnte man von der deutschen Steuergesetzgebung ebenfalls […]

Weiterlesen

Organisierte Musikalität

Wir müssen über ein ernsthaftes Problem sprechen. Vor einiger Zeit knallte ein Artikel aus der WELT auf den Screen: Die nervige Invasion der talentfreien Straßenmusiker. Darin steht zum Beispiel: „Betteln mit Instrumenten“, nennt Jürgen Wolf, City-Manager in Dresden, das Phänomen. Dahinter vermutet der Stadtentwickler „organisierte Strukturen, die extern gesteuert werden“. Ein Phänomen der Städte. Hier in der Vorstadt ist alles ruhig und still, auch weil es kaum Plätze gibt, auch weil es weder U- noch S-Bahn gibt. Manche Organisationen sind sogar derartig dreist, ihre Tätigkeit auch noch zu dokumentieren. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren Schon der Name der Gruppe, die sich da verlauten lässt, zeigt die Gemeinheit an. […]

Weiterlesen

Im Schönwettermodus: Kann man der Hochschule für Musik und Theater in München noch vertrauen?

Ins Rampenlicht kam die Hochschule für Musik und Theater in München in letzter Zeit nicht durch ihre Ausbildungsleistung sondern durch jetzt insgesamt zwei Fälle von sexuellen Übergriffen bis hin zur Vergewaltigung, die zwei Professoren zur Last gelegt worden sind. Das eine Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten der Hochschule ist im Berufungsgang, der andere Fall geht demnächst möglicherweise vor Gericht und hat noch drastischere Taten zum Gegenstand. Von Seiten der Hochschule bemüht man sich um Schadensbegrenzung, verweist auf Richtlinien, auf Maßnahmen, auf Initiativen, die man sei 2013 verfolge. Das hat zumindest ihr aktueller Präsident Bernd Redmann kundgetan. „Wir haben im Haus Vorarbeiten geleistet. 2013 wurde von einer Arbeitsgruppe ein Flyer aufgelegt „Nein heißt Nein“, der auch an anderen Musikhochschulen Beachtung gefunden […]

Weiterlesen

Mysterien der Musikgeschichte: Darmstadt und die Zwölftontechnik

Es ist in der bisherigen Musikwissenschaft noch gar nicht so recht beachtet worden, man hat es schlicht bislang übersehen, aber die Zwölftontechnik ist definitiv in Darmstadt/Hessen „erfunden“ worden. Und das war so: Im Jahr 1917 hat der junge Arnold Schönberg einmal die Stadt Darmstadt besucht. Er war Mitglied des Begleittrosses der Basketballmannschaft von Rapid Wien gewesen und hat die Vereinsabende musikalisch untermalt, um den Zusammenhalt zu stärken, um Vergnügen zu haben. Im Programm von Schönberg standen dutzende Walzer und Ländler. Rapid Wien spielte in der Euro-Liga gegen die Swordlilies Darmstadt, damals eine echte Macht im Lande. Das Spiel fand traditionsgemäß in der Sporthalle am Böllenfalltor statt, in Wurfweite des Internationalen Musikinstitituts, damals unter der Leitung Theo Schäfer (Schüler von Guido […]

Weiterlesen
1 2 3 14