Regelverletzendes Tischtennis unter „Intellektuellen“ [nzz + Andreas Rödder]

Rang rechts. Foto: Hufner

Macht gerade die Runde. Ein Gespräch des Historikers Andreas Rödder mit der Neuen Zürcher Zeitung, auch wegen Friedrich Merz, dem Wohltäter. Aber das mal beiseite. Hier geht es nur um eine Kritik der Gesprächstechnik, deren Suggestivität beeindruckend ist. Ich zitiere: Rödder: So wird zum Beispiel «rechts» umstandslos mit «rechtsextrem» gleichgesetzt. nzz: Warum ist es ein Fehler, die AfD-Anhänger pauschal als Neonazis zu bezeichnen? Rödder: Weil man damit erstens das Selbstverständnis als ausgegrenzte Opfer aufseiten der AfD verstärkt und weil man zweitens viele Menschen stigmatisiert, die keine Nazis sind, sondern gegen die etablierten Parteien protestieren.01)Der Historiker Andreas Rödder: «Alle haben Angst vor Deutschland, einschliesslich der Deutschen selbst» – nzz-online. Belegarmut des Historikers Es beginnt mit einer Mutmaßung, dass rechts umstandslos mit […]

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Rechtspopulisten ohne Wiederkehr

Teufelsberg mit -zeug. Foto: Hufner

Intellektuelle, die in den Rechtspopulismus rutschen oder einwandern (wie Sarrazin, Boder, Matussek und Co) – ich weiß, es tut weh, sie Intellektuelle zu nennen – kommen da nie wieder heraus. Eine Exit-Strategie ist da unmöglich. Man wird sie nie wieder als ernsthafte Gesprächspartner akzeptieren können. Letztlich sind sie alle dann auf sich selbst angewiesen. Das schweißt sie über ihren Eigengeruch hinaus zusammen. In dieser Einbahnstraßen-Sackgasse stecken sie dann fest und kreisen am Wendehammer herum, fluchend, wütend. Denn, sie nehmen sich selbst ja auch nicht ernst. Dabei werden sie müder und müder. Und wie Hunden oder Kindern macht sie die Müdigkeit reizbar, denn ihr Auftrag erlaubt ihnen ja auch keinen Schlaf. Der Wendehammer wird dabei immer dichter mit ihren Gedanken gefüllt, […]

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Verlorene Generation – Intellektuellenradikalinskis

Behandlung wäre gut. Foto: Hufner

Es gibt diese Generation der radikalen Heimatlosen. Sie steckt so zeitlich zwischen mir und den Älteren wie Habermas und Kluge. Ihre Vertreter kommen meistens aus einer „linken“ Ecke, haben dort alles gelernt, was man lernen muss, um mit Sprache umzugehen, kennen Marx fast auswendig und je nach Lager auch Lenin, Mao, Stalin, ggf. Trotzki. Mittlerweile irren sie intellektuell umher und versteifen auf Haltepunkt des Geistes, die sie gerne dann in Scheinreligiösität oder im Kapitalismusglauben finden, oder im radikalen Wahnsinn. Oder bei allem zusammen. Dabei verstehen sie sich dennoch als geistige Leuchttürme der Objektivität, als Hüter freien Denkens ohne Scheuklappen. Kulturell sind sie meistens nicht von schlechten Eltern, gebildet sind sie vom Fußnagel bis zum Scheitel mit allen denkbaren humanistischen Idealen. […]

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Reinsberg 2008 – Unwohnliches Dorf

Garagentor. Foto: Hufner

Gestern las ich in der Berliner Zeitung unter der Überschrift „Die Stille im Dorf“ einen Bericht über Vorgänge im sächsischen Reinsberg. Man kann eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass es sich dabei um einen erfundenen Ort handelt. Die Realität sieht doch anders aus, oder? Jedenfalls soll dort eine Art Terror Jugendlicher um sich greifen, der nicht in den Griff zu bekommen ist. Fast alle haben Angst, selbst zum Opfer dieses Terrors zu werden, und so wird dieser Ort unwohnlich. Man kann im Text lesen: Aber König gibt keine Ruhe. Auch wenn sich niemand im Dorf öffentlich auf seine Seite schlagen mag. „Im Gespräch unter vier Augen klopfen sie mir auf die Schulter und sagen, halte durch“, erzählt er. Aber […]

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Das Potential rechts

Kann man sich einen Kopf machen. Foto: Hufner

Warum interessierte mich die Wahl in den USA nur mehr als eine hiesige? Furcht? Bange? Wenn der Präsident der USA in der BRD gewählt worden wäre, so haben Zählheinis herausgefunden, hätte Kerry mit 80 Prozent Mehrheit gewonnen. Na toll. Aber bei den eigenen Wahlen derartig versagen. Der Splitter im eigenen Auge sei das beste Vergrößerungsglas, sagte so ähnlich mal einer in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts. Da ist was dran. Und was dran ist auch daran, dass ein Kommentator in den Blättern für deutsche und internationale Politik meinte, die letzten Wahlen in der BRD wären noch einigermaßen glimpflich abgelaufen. Das Potential, das Parteien wie die NPD und die DVU auf sich vereinigen könnten, sei erheblich höher, als es die […]

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