Früher war es nicht anders: Komponistinnen-Sponsoring im 19. Jahrhundert

Ich sage mal nicht, wo ich das gefunden habe. Ein Pollenflug war schuld daran, dass ich es überhaupt fand. Okay, steht in der Bildunterzeile. Was wäre uns für eine fantastische Oper entgangen, hätte nicht die Brose Unternehmensgruppe die Oper von Dvorak unterstützt. Aber es ist doch wirklich ein Jammer, mit welchen Methoden plötzlich Dinge verbunden werden. Dabei wüsste man gerne mehr, wie denn die großzügige Unterstützung ausgesehen haben mag. Erinnern wir uns doch ganz einfach auch daran, beziehungsweise vergessen wir nie, dass man als Steuerzahler zu den großzügigsten Unterstützern solcher Institutionen gehört, auch wenn es fast nirgendwo erwähnt wird.

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Piraten adé – Zukunft statt Piraten …

Bonner Piraten als Bürgerpolizisten. Foto: Hufner

Manchmal ärgert man sich, dass man nicht in eine Partei eingetreten ist, weil man dann auch nicht austreten kann. Was sich die Piraten in Bonn jetzt probieren, ist affig. Sie wählen die falschen Mittel für den falschen Zweck. Ein Bürgerbegehren zur Abschaffung der Oper dort? [Link obsolet: Facebook-Seite dazu gibt es nicht mehr.] Gehts noch. Geht es hier um Leben oder Tod etwa. Oder um Bevormundung und Gängelung? Es geht nicht einmal um eine seltene Fledermaus-Art. Es gibt zwei Wege, das Mittel des Bürgerbegehrens und -entscheides zu korrumpieren. Durch das Ziehen seines demokratischen Zahns oder durch die Belanglosigkeitmachung und Verfolgung von Randgruppen mit Kultur- und Bildungsauftrag. Die Piraten von Bonn sind schief gewickelt, wenn das ihre Absicht ist. Vielleicht sollten […]

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Vertreibung durch Opernmusik

Gar nicht schön. Foto: Hufner

Berlin. Wie schlecht es um die sog. Klassik-Welt bestellt ist, zeigt deren angebliche Wirkung auf, ich zitiere, „Drogenhändler, Wohnungslose und andere“. Berlin will mit Musik Menschen verscheuchen. Aber nicht mit Heino und Moik, sondern mit Musik aus italienischen Opern, aber mit ohne Gesang. Das berichten sowohl Tagesspiegel und Berliner Zeitung. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass eine Klangberieselung Drogenhändlern, Wohnungslosen und anderen, die unberechtigt oder zu lange in den Stationen verweilen, gehörig auf die Nerven geht. Meist mit der Folge, dass sie sich lieber woanders aufhalten – was dazu führt, dass sich die Fahrgäste sicherer fühlen. Berliner Zeitung – Berlin – Orpheus in der Unterwelt [Link ist leider obsolet] Menschen, „die zu lange in den Stationen verweilen“, wer damit wohl […]

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Die N400-Anomalie

Macht sich unsichtbar. Foto: Hufner

Haacki fragte mich, was denn das N400-Phänomen sei. Ich kann sie beruhigen. Wissen muss man das natürlich nicht. Ich kannte es bis letzten Sonntag nachmittag auch nicht. Dann kam nämlich das Feature “Eine Oper schreiben heißt: Keinen anderen Ausweg wissen” – Das inspirierende Wechselspiel von Wissenschaft und Musik · Von Mathias Schulenburg. Dort heißt es ausführlich: „Die Module, die sich bei als falsch erkannten Klängen erregen, sind die gleichen, die auf grammatische Fehler beim Sprechen hin aktiv werden. Auch unerwartete Bedeutungs-Schräglagen rufen EEG-Reaktionen hervor, etwa den „N400″ genannte Effekt. Er tritt – gut messbar – auf, wenn dem Gehirn Unerwartetes widerfährt, etwa beim Lesen. Folgt auf den Satz “ Die Blicke schweifen in die Ferne“ das Wort „Weite“ auf einem […]

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