Sätze, die ich nicht mehr lesen mag

Blumen und Verkehr. Foto: Hufner

In ungezwungener Atmosphäre erleben die Besucher unterschiedliche Hörsituationen. Freie Bewegung beim Wandelkonzert, Liegemöglichkeiten in der Klanginsel und Konzerte in der Musikscheune schaffen besondere Momente. Wie aus einem Urlaubsprospekt eines Reiseveranstalters. Fehlt nur das „einfach mal die Ohren Beine baumeln lassen“.  

Weiterlesen

Vaterland!

Das Vaterland hat einen Platten. Foto: Hufner

Das Vaterland hat einen Platten. Heute in der Nähe des Wochenmarktes in Kleinmachnow gesehen. Es gab schon Marken mit Position! Wenn man sich über Wikipedia etwas schlau macht, dann wird man feststellen, dass die bei „Vaterland“ zuerst eigentlich als „Firma Herfeld & Co. zunächst Blasinstrumente und Akkordeons“ herstellte. Man „war damals einer der führenden Versandgeschäfte von Musikinstrumenten und Hersteller in Deutschland. Das Unternehmen ging aus dem Betrieb der Familie Herfeld hervor und stellte bis 1933 weiterhin vor allem Musikinstrumente her, ehe es 1933 die Produktion auf Fahrräder umstellte.“ [Wikipedia-Eintrag] Liegt ja auch irgendwie auf der Hand. Hat viel mit Rohren zu tun. 1933? Besser, man fragt nicht nach. Eine kleine Playlist zum Thema. Mit dabei das leider ganz furchtbare Stück […]

Weiterlesen

(Pop)Musik, Recht und Raum

Eine Krähe. Foto: Hufner

Man kann es kurz sagen und dabei eine lustige Weisheit abwandeln: (Pop)Musik ist kein rechtsfreier Raum. Wenn (Pop)Musiker*innen gelegentlich dazu neigen, in ihren Texten (denn es geht ja regelmäßig nur um Texte) sich explizit zu Politik zu äußern, so ist dagegen ja nichts zu sagen. Es gehört zum Spiel der Kunst dazu, mit Worten und Inhalten zu spielen. Keine Frage, (Pop)Musik ist gesellschaftlich relevant. Innerhalb bestimmter Gruppen und dazwischen ist viel Wortwurst möglich. Gelegentlich führt das zu manchem Todesfall. Was aber immer mehr nicht mehr differenziert wird, ist, in welchem Umfeld sich Kritik darstellen kann. In manchen Gesellschaften ist ja sogar Musik selbst eine Sache, die nicht zu dulden ist. Man handelt schon gesellschaftskritisch, bobald jemand überhaupt einen Ton riskiert. […]

Weiterlesen

Sigmar Gabriel und die Musik: Die klavierspielende Tante

In der Politik darf man sagen, was man will. Dadurch wird es aber auch nicht besser, was man sagt. Ein Exkurs über die Lebensgeschichte eines bundesdeutschen Wirtschaftsministers und sein Verhältnis zu Tanten und Onkels, zu Pop und Kraut, zu Tasten und zum Fasten. Ein Gruß an die Blockschalmeien in allen Parteien. "Ein Onkel der was mitbringt, ist besser als die Tante die Klavier spielt", meint @sigmargabriel. Na ja? pic.twitter.com/Cwcx5JuGaP — Olaf Zimmermann (@olaf_zimmermann) June 7, 2016 Klavierspielende Tanten, da hat der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates gut zugehört, danke dafür. Da hätte er sich mal einfach bei seinen Kabinettskollegen schlau machen sollen. Kann aber auch sein, das Gabriel seinen Vorvorgänger im Merkelamt, die Tante Helma Schmidt gemeint hat, deren Geklipper ja […]

Weiterlesen