Total exklusiv und schnell – Musikmedien

Musik, schneller als der Schall. Foto: Hufner

Vor kurzem gab es einen Zwischenfall zwischen Musiker und Publikum in Köln. Das Publikum reagierte lautstark während der Cembalist von Steve Reich die „Piano Phase“ tickerte. Ich hatte darüber auch im Sperrsitz geschrieben und auch die Reaktionen gesammelt „Achtung Konzert, bitte bewahren Sie Ruhe“. Es machte für den Klassik-Bereich wirklich sehr und schnell die Runde. Wer da nicht schnell genug mitspielt, überlässt den anderen das Netzfeld. Aber dieses mal ging es wirklich rund. Nicht nur hagelte es Kommentare in größeren und kleineren Publikationsorganen, auch die Rundfunkanstalten waren bald schnell dabei und das Musikmagazin Van – jeweils mit Interviews mit dem Musiker Mahan Esfahani – der war noch nicht so ein ganz großes Licht im Schein seiner Plattenfirma. Bei dem Instrument […]

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Michel Foucault & Gilles Deleuze – Neugier \ Medien \ Information \ Bildung

Zwei Gedanken, ein Ziel? Foto: Hufner

Aus der Gegenüberstellung von zwei Passagen von Deleuze und Foucault ein paar Schlüsse ziehen. Gedanken über Vielfalt, Dummheit, Bildung, Information. Das Problem ist nicht das Rauschen, die Vielfalt, sondern die Einfalt und die Leere in der Fähigkeit zu urteilen. Der Entwicklung der menschlichen Urteilskraft steht nicht Masse der Informationen entgegen sondern ein falscher Begriff der Bildung von Menschen. Aufklärung braucht Klärung. Das Altern der Kommunikation. Erinnerung an einen Absatz Deleuze. „Die Dummheit war noch nie stumm oder blind. Das Problem besteht nicht darin, die Leute zum Reden zu bringen, sondern ihnen leere Zwischenräume von Einsamkeit und Schweigen zu verschaffen, von wo aus sie endlich etwas zu sagen hätten. Die Mächte der Unterdrückung hindern die Leute nicht am Reden, im Gegenteil: […]

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Die Rede ins Leere

Die Natur hat keine Stimme außer sich selbst. Foto: Hufner

Langsam wird mir immer klarer, dass die ganze Medientheorie gar nicht weitergekommen ist. Es ist nichts passiert. Die alte Rede des Übergangs der Medien von einem Distributions- zu einem Kommunikationsapparat ist rein ein technischer Prozess gewesen, der allein formal erfolgte. Die Sprache rauscht mehr denn je an den Beteiligten der Medien vorbei. Das Aneinandervorbeireden ist geradezu zum Standard geworden. Verbunden mit der wachsenden Eitelkeit derer, die sich jetzt als Sender verstehen. Rein historisch lässt sich dies am Verlust des Zitats erkennen. Eine hohe Kunst war dies einmal im Verkehr der Mails, in den Newsgroups ebenso. Auch dort mochte man vorbeigehen aneinander. Aber es fiel sogleich auf. Heute spricht man mehr nur im Ungefähren. Dafür aber umso bestimmter. Gleichwohl vergänglicher. Die […]

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Das Wunder von Baden-Baden

Quelle SWR4

Um den Schlager scheint es nicht gut bestellt zu sein. Vor allem nicht um seine einzige noch real existierende Form, den deutschen. Wir brauchen wieder einmal jemanden, der sich dazu bekennt, öffentlich, lächelnd. Ja zum deutschen Schlager – mit dieser aufregenden Werbekampangne versucht sich der SWR in Baden-Baden und treibt zu diesem Zweck Landesväter (Beck – das SPD-Wunder), Landesmütter (Dagmar Berghoff – das Nachrichten-Wunder) und Landesfußballer (Horst Eckel – vom Berner Wunder) auf Bussen des öffentlichen Nahverkehrs durch die Straßen wie die sprichwörtliche Sau. Dem werden sicherlich bald andere Anstalten öffentlichen Unsinns folgen mit einem beherzten „Ja zur deutschen Sinfonie“, einem „Ja zu deutschen Dirigenten“ – siehe dazu auch die aktuelle Ausgabe von „Crescendo – dem Klassikmagazin“ wo Claudia Elsässer […]

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