Impression 2007/10 – Mit Jakob van Hoddis

Impression aus dem Jahr 2007. Foto: Hufner

Ein Stillleben. „Ganz vertrackte Katarakte im Tackte …“ (Hoddis) XI Draußen Die Sommernacht ist schwer nur zu ertragen! Vier Herren gehn mit abgeknöpftem Kragen. Ein Lackbeschuter stellt der Schnepse nach … Da polterts her – Ein langgedehnter Krach: Der Donner! Au! Ist die Reklame plump, Blitz! Ein feiner Mensch liebt nicht den lauten Mumpitz! Das klingt ja ganz, als ob der dicke nackte Weltgeist Ganz vertrackte Katarakte im Tackte knackte.01)Jakob van Hoddis, Gedichte, Frankfurt 1990, S. 24 Fussnote(n)   [ + ] 01. ↑ Jakob van Hoddis, Gedichte, Frankfurt 1990, S. 24

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Kommunikativer Kapitalismus

Da beißt der Pfau keine Nuss ab. Foto: Hufner

Durchgedreht alle, äh: einige. Heute kann man den größten Blödsinn von sich geben und es werden sich Menschen finden, die diejenigen, die den Blödsinn benennen als „politisch korrekt“ abtun und den Blödsinnautoren in Schutz nehmen mit dem Hinweis: „Man wird das ja wohl noch mal sagen dürfen.“ Wer das kritisiert hat dann eiligst den Stempel aufgedrückt, er zensiere Meinungen. Gerne verbunden mit dem Hinweis, wenn den Blödsinn mehrere Personen bemerken, jetzt hetze denjenigen eine Meute. Nein, man darf also nicht mehr Kritik am Blödsinn üben. Man hat den hinzunehmen, denn „politisch korrekt“ ist Zensur. Kein Kritiker nimmt für sich das Attribut des „politisch korrekten“ in Anspruch. Sondern es wird ihm zugeschrieben wie jenes des „Gutmenschen“. Man begegnet der Kritik in […]

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Kommunikationsschwäche im Yorck-Loch

Pyramiden. Foto: Hufner

Nix mit Grass, Fest und Habermas. Obwohl ich mir nicht verkneifen kann, zu sagen, der Fest hatja über den Grass über die Bild-„Zeitung“ verlauten lassen, dass er bei ihm keinen Gebrauchtwagen kaufen würde. Brauchte er ja auch nicht. Er hat den alten Schlitten vom Oberfritzen Speer. (Siehe hier — allzumal ein lesenswerter Text von Albrecht von Lucke zum Thema, so dass ich mich enthalten kann meiner Stimme dazu (gestelzt).) Nein, heute nach langerlanger Zeit wieder eingestiegen U-Bahn-Yorckstraße. Mit dabei ein ältere Dame, die gerne nach Dahlem-Dorf wollte. Soll sie ja auch. So erkläre ich: Fahrense bis Fehrbelliner Platz mit der U7 und steigense da um in die U3. Mit Fingercher nachgewiesen auf der Netzplan, den die Dame mit sich führte. […]

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Me and my Amiga 1000 [1990/2004]

Me und my Amiga 1990. Foto: SR

Nachdem man feststellen konnte, dass Semmelmann ein Amigaumtriebiger war, muss das Huflaikhansche Amiga-Wesen auch herausgekitzelt werden. Dazu gehört auch die enthüllung dieses Fottos™, das den Huflaikhan nicht in einer ihm selbst gefallenden Pose zeigt. Man war jung und irgendwer wollte unbedingt das fottografieren. Zu seinen Schwächen des Abends stehen, jawohl. Es zeigt den Geistesarbeiter an seiner Arbeitsmaschine mit dem Licher Pils. Dabei war der Weg zum Amiga eher ungewöhnlich und umständlich. 1986, als Student in den Semesterferien ein wenig etwas gearbeitet und damit Schotter angesammelt, den man gerne der Wirtschaft wieder zurückführen mochte. Den Ausschlag gab ein Konzert der Gruppe Cassiber in der Frankfurter Batschkapp. Heiner Goebbels an seinem Yamaha-Synthie, der beständig Disketten einschob und tauschte und einschob und, klick, […]

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