„Chancen für den freundlichen Deutschen“

Pfütze der Höflichkeit. Foto: Hufner

Es gehört vielleicht zu den ganz besonderen Eigentümlichkeiten, insbesondere bei den Deutschen, dass sie sich in fast jeder Situation als zu kurz gekommen auffassen. Egal wo, immer benehmen sich vor allem die anderen falsch. Im Verkehr, im Beruf, in der Schule, der Kultur, im Sport. Und in der Politik und Bildung. Es ist einigermaßen nicht nachvollziehbar, woher dieses Ohnmachtsgefühl stammt. Obwohl, ein Ohnmachtsgefühl ist es ja gar nicht, sondern eher eines des permanenten Neids. Da kann man machen, was man will. Ist man zu zuspitzend, gilt man als unausgewogen; ist man ausgewogen, gilt man als nivellierend. Es scheint kein Glück darin zu liegen, im Federkampf um Solidaritäten. In vielem Gesagtem ist vieles nicht gesagt, aber doch immer ist etwas gemeint. […]

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