Hochschule für Musik und Theater München: Präsident Redmann im Argumentationschaos

Für die Tonne. Foto: Hufner

Die Hochschule für Musik und Theater München kommt nicht zur Ruhe – und sie kommt nicht einmal zu einer geordneten Unruhe. Für BR-KLASSIK hat Bernhard Neuhoff kürzlich den wiedergewählten Präsidenten, Bernd Redmann, für ein Interview gewinnen können. Wir erinnern uns: Es handelt sich um die Hochschule, in der während der alten Amtszeit des Präsidenten Redmann einige höchst ungute Verhaltensweisen seines Vorgängers und wohl auch eines Kompositionsprofessors das Licht der Gerichte erblickten. Während dieser Amtszeit hat deshalb die Hochschule eine Umfrage zu sexuellen Übergriffen am Haus gestartet, die, sagen wir es mal höflich, mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Mit anderen Worten: Die Ergebnisse dieser Umfrage sind nicht wirklich bekannt. Bernd Redmann äußert sich zu dieser Thematik im Gespräch mit Bernhard […]

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Mit Hochdruck verzögern – Hochschule für Musik und Theater München

Kleinmachnow Graffiti

Die Hochschule für Musik und Theater München hat heute Stellung bezogen zu den aktuellen Berichten in den Medien in der Angelegenheit Mauser und von Bose. Ohne in der Sache selbst Stellung zu beziehen. Das ist okay. Aber es geht hier auch um etwas ganz anderes. »Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Compliance-Kultur der HMTM weiter zu verbessern. Daher werden wir die entsprechenden Strukturen und Prozesse der HMTM von einem unabhängigen Dritten auditieren lassen und gebotene Veränderungen konsequent umsetzen. Die entsprechende Persönlichkeit bzw. Institution für ein externes Compliance-Audit wird in Kürze mit einer Überprüfung der hochschulinternen Abläufe und Regelungen zu den Themen sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch betraut«, so der HMTM-Präsident weiter. Vor mittlerweile zwei Jahren hatte man im Zuge der Sachaufklärung eine […]

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Tiefschulreform

Leere im Studium. Foto: Hufner

Das ganze Problem steckt darin, dass die Anforderungen in die Zeit der höfischen Bevormundung zurückgefallen sind. Mochte in den 60er Jahren der Reformprozess noch von unten kommen, den Studenten nämlich, und wehrten sich die Professoren dagegen, ist es heute umgekehrt. Der Reformprozesse kommt von oben, die Professoren wehren sich nicht und die Studenten dulden es. Sie sind ohnehin politisch solange irrelevant wie sie sich nicht selbst als Agenten der Forderungen formieren. So haben wir die perfekte Herrschaft der Kontrolleure. Es hat lange gedauert, bis die Universität sich gebeugt hat. Aber sie hat sich gebeugt. An den Kunsthochschulen stellt sich Befriedigung ein, weil man die Dauer der künstlerischen Ausbildung halten konnte. Eigentlich absurd: Denn die dort Auszubildenden sind schon beim Start […]

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Disziplinen und Disziplinierungen

Rechtschreibung. Foto: Hufner

Man redet und arbeitet mit einem Selbstverständnis von universitären Disziplinen, von Fakultäten und Fächern. Unterteilt das ganze in ein Angebot, das von Medizin über Physik zur Germanistik und Volkswirtschaftslehre reicht. Aber auch hier die Frage, warum? Dass etwas historisch sich so ausdifferenziert hat heißt ja nicht, das es richtig so ist. Wie kann kann man denn überhaupt die Grenzen zwischen den Fächern ziehen und wodurch sind sie begründet? Warum überhaupt ist die Trennung so abstrakt? Auch in den schulischen Disziplinen? Wäre nicht eine andere Einteilung von mehr Vernunft getragen? Warum studiert man nicht Gehirn? Oder Bewegung? Oder Klang? Oder einfach Welt, Raum oder Zeit? Nehmen wir mal die Volkswirtschaftslehre. Was genau ist denn Gegenstand dieses Faches? Der Makro-Ökonom Harald Uhlig […]

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