Panik beim NDR – Reichweitenverluste

Öffentlich-unredlicher Rundfunk. Foto: Hufner

Der Programmdirektor Hörfunk des NDR, Gernot Romann, hat sich zu den Veränderungen bei Radio 3 respektive NDR KULTUR im Klassikclub Magazin geäußert. Den Startpassus habe ich schon zerlegt. Interessant ist aber auch seine Einlassung zum Reichweitenverlust in den Jahren 2001/2002. Vor rund drei Jahren sahen sich Programmverantwortliche und Programmmacher von NDR Kultur (damals Radio 3) mit alarmierenden und bis dato nie da gewesenen Einbußen von Reichweite konfrontiert. Der dramatische Hörerverlust in Hamburg von 3,0 Prozent Hörer gestern im Jahre 2001 auf 0,7 Prozent im Jahr 2002, bildete schließlich den Ausgangspunkt für grundlegende Programmanalysen und -überlegungen sowie für sorgfältige und umfangreiche Medienforschungsaktivitäten. Dem folgte dann ein Aufzählung der Aktivitäten wie zum Beispiel eine Vorfeld der Reform durchgeführte Studie von Dr. Josef […]

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[Ironie] Gernot Romann für mehr Auswahl im Rundfunk

Die Dose, die wir sind. Foto: Hufner

“Wir nehmen die Wünsche der Hörer ernst und die waren eindeutig: Sie wollen mehr Auswahl”, so NDR Programmdirektor Gernot Romann. Und man kann es nachlesen online bei satzundkabel. Er meinte damit NDR2. Statt der aktuellen Hits spiele man dann eben noch die Hits der 80er und 90er Jahre. Kommt einem das nicht etwas bekannt vor? Privatsender, die genau so werben? Das also darf man dann unter Auswahl verstehen. Ich kann zwischen mindestens zwei Sendern wählen, die im Wesentlichen das Gleiche spielen. Wir wollen auf Parallelen zur Politik verzichten, zur deutschen wie zur amerikanischen. Man unterscheidet sich aber auch gewaltig von den Privatfunkern: “Es ging uns nicht darum, mehr Musik aus diesen Dekaden zu spielen”, so NDR 2 Chef Torsten Engel, […]

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Gernot Romann: ein „Prophet der Toleranz“?

Sphäre. Hufner

O-Ton Gernot Romann, NDR Programmdirektor Hörfunk: “Leider hat Gotthold Ephraim Lessing keine Konjunktur. Der Prophet der Toleranz passt nicht ins Schema enger Glaubensbekenntnisse, ist den Geschmackspolizisten unserer Tage suspekt. Auch im Radio gilt: Was nicht den Vorstellungen einer sich als Elite begreifenden Minderheit entspricht, wird erbarmungslos bekämpft – bis hin zur persönlichen Verunglimpfung von Programmmachern und Programmverantwortlichen, ganz so, als gäbe es keine Rundfunkfreiheit, als wäre diese Freiheit eine Angelegenheit von einigen Dutzend selbsternannten Kultur-Ajatollahs.” Quelle: Initiativkreis Das GANZE Werk: aktuell Das ist das Stärkste, was ich bisher gehört habe, und das Frechste. So eine unglaubliche Verdrehung der Situation. Eine Beleidigung Lessings wie derjenigen, auf die diess Zitat zielt. Rundfunkfreiheit, das erwähnt der richtige, nur meint sie etwas anderes. Der […]

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