Phishing – Der neueste Trick der Abzockerinnen

Innenraum eines Supergeschäfts

Es ist den meisten natürlich bekannt: Im Mailverkehr gibt es unzählig viele Versuche, Leute zu beschubsen. Man bedroht einen nicht nur mit dem Hinweise, man habe ihr Verhalten am Rechner unter Kontrolle und werde demnächst, wenn man nicht einen bestimmten Betrag in Bitcoin überweise, die Sachen öffentlich machen, sondern man sagt auch gerne, dass es Probleme mit eine Konto gäbe, weswegen man hier (Link) sein Konto neu konfigurieren möge. Das alles ist bekannt und nervt. Und genügend Menschen fallen auf derlei Ansinnen herein. (Schauen Sie doch mal in die Rechnung im Anhang etc. pp.) . Jetzt gehen die aber echt zu weit. Die Abzockerinnen sind mir jetzt schon nachts im Traum erschienen und wollten eine PIN-Nummer von mir wissen. Wie […]

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Faktencheck: Sascha Lobo und die Rechtswissenschaft

Örtchen. Foto: Hufner

Jetzt hat Sascha Lobo in seiner Spiegelkolumne nachgelegt. Dabei muss er natürlich wieder auf Axel Voss eingehen, der für viele ja der Buhmann der „EU-Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“ geworden ist, so als habe er allein alle Entscheidungen gefällt und Texte geschrieben. Das EU-Parlament hatte darüber zu befinden und hat es auch getan. Lobo bedauert in seinem Text ausdrücklich, dass man leider nicht auf die Stimme der Wissenschaft gehört habe, die die Richtlinie ja ablehnen würde. Da sagt er: „Schon im April 2018 erklärten rund 200 Urheberrechtsexperten von 25 führenden europäischen Universitäten und Instituten, dass und warum die Reform sowohl potenziell schädlich wie auch unwirksam sein wird. Bis wenige Minuten vor der Abstimmung haben sich weltweit anerkannte und meist […]

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Deutschland und Europa – Demos gegen (und für) die EU-Richtlinie

Konsum von Kritik. Foto: Hufner

Es geht ein Riss durch Europa. Während erstaunlich und tatsächlich viele Demonstrantinnen am letzten Samstag (23.3.2019) auf die Straßen deutsche Städte gingen, vermutlich insgesamt über 150.000 Personen, sind die Zahlen aus den restlichen Ländern und Städten Europas vergleichsweise mickrig. Die Website von netzpolitik.org sammelt die Daten, die auf mehr oder weniger genauen Schätzungen beruhen, aber gleichwohl – es ist ja eine seriöse Website – nicht geschönt sein dürften. Amsterdam steht da mit 250, Athen mit geschätzten 50, Göteborg liegt bei 10 bis 50, Helsinki bei 40, Innsbruck bei 80, Krakau bei 80, Stockholm bei 70. Von anderen Metropolen wie London (okay Brexit), Paris, Warschau, Rom, Wien, Madrid, Lissabon, Budapest, Bukarest, den baltischen Ländern, fehlen Zahlen, falls es da überhaupt Demonstrationen […]

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Sascha Lobo auf der Suche nach einem Argument

Sascha Lobo. Foto: Huflaikhan

Lobo macht ja ordentlich Druck gegen die EU-Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt. Ich weiß nicht mehr, wie viele Kolumnen er dafür schon genutzt hat. Im ZDF war wohl auch bei Frontal. Die alte Garde der Blogger hört auf den Mann, der ja auch auf der republica regelmäßig Worte zur Lage der Nation anzubieten hat. Normalerweise sehr intelligent, gewitzt. Manchmal auch etwas zu sehr theatralisch, pastoral. Aber Theater muss manchmal sein. Niemand will so einen Trauerkloß wie mich haben. Verständlich! In seiner letzten Kolumne schließt er eher an die Predigtform an. Wieder geht es um die Kreativen und um die Verwerter – und am Rande auch um die bösen Plattformen, die man regulieren müsse. Neue Argumente finden sich nicht, aber […]

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Eil! Deutschsprachige Wikipedia schaltet sich dauerhaft ab

Pickelmedia. Screenshot.

Paukenschlag! Das haben nun die Befürworter der EU-Urheberrechtsreform davon. Die deutschsprachige Wikipedia wird aus Protest ab übermorgen komplett abgeschaltet und durch tägliche Protestbildschirme abgelöst. Nur wer in den letzten 10 Tagen 200 Artikel verfasst hat, soll noch Zugriff auf den Inhalt haben. Der Rest der Nutzenden wird auf wie neue Website „de.protestipedia.org“ umgeleitet. Wikipedia zieht damit die Konsequenzen aus dem letzten Verfahren, als man sich dafür entschieden hat, aus Solidarität mit Google & Co gegen die EU-Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt zu protestieren. Der Wortlaut: „Aus Protest gegen die EU-Urheberrechtsreform wird die deutschsprachige Wikipedia am 21. März 2019 für 24 Stunden abgeschaltet (gemäß Meinungsbild der Community).“ Jetzt wolle man konsequent weiter protestieren, denn es gäbe ja für jeden Tag […]

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Google wird unterschätzt – von allen Seiten. Oder die Frage: Wo kommen die Bots her und wo geht die Meinungsfreiheit hin

Hängt man am Haken. Foto: Hufner

Bei den ganzen „Diskussionen“ um die Zukunft von Kreativität im Zeitalter des wilden Internet-Kapitalismus von Unternehmen, die viel von Technologie verstehen, viel von Steuerrecht (finanziell und im Sinne von Führung von Menschen), haben es Individuen, die sich in vergleichsweise kleinen Gruppen zur Vertretung ihrer Rechte zusammentun, schwer. Dass ihnen nun auch noch Steine in den Weg gelegt werden von denen, die an ihrer Tätigkeit partizipieren, erstaunt einen dann doch sehr. Dass es ihnen nicht gelingt, aus ihrem Egozentrismus herauszutreten, einerseits, und andererseits im Gegenteil diese Personen sich auf die Seite der Mächtigen Technologieunternehmen schlagen, macht einen gerade schon unglücklich. Dabei werden schon mal Begriffe transformiert oder Texte umgelesen, die dann in ihrer neuen Leseweise zu ein Eigenleben entwickeln, Die Geschichte: […]

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Beleglose Argumentation, die

Musikerinnen im Einsatz. Foto: Hufner

Eigentlich nicht möglich, ohne Beleg, zu argumentieren. Eine Argumentation braucht Argumente, wenigstens mindestens eines. Im Moment, anders als das papierlose Büro, das nie Realität wurde, boomt die beleglose Argumentation (übrigens nicht nur im Internet). Als Bedingung dafür ist Voraussetzung, dass man etwas gehört oder aufgeschnappt hat. Das reicht. Man muss es dann im Zweifelsfall auch nicht einmal zitieren. Der Vorteil der beleglosen Argumentation liegt auf der Hand. Man kann ihr nicht mit Argumenten widersprechen. Sondern nur mit belegloser Argumentation; oder in dem man sich erst gar nicht auf die Diskussion einlässt, sondern gleich die Geschäftsordnung anruft. Zuerst in der Kritischen Masse vom 1. März 2016. Nachtrag: Beispiel: Heute die Fragestunde zur Urheberrechtsreform mit etwas absurden Beiträgen seitens der FDP, der […]

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30 Jahre Internet – Selbstkontrolle und das Elend einer kritischen Öffentlichkeit

Technik und Natur. Traktor und Gülle. Foto: Hufner

Die Kontrollfähigkeit des Netzes und seiner Bewohnerinnen fängt an, diese Kontrolle gegen sich selbst auszuüben. Nicht nur die Institutionen sind es, die einen tracken, auch nicht die kommerziellen Angebote von Pornoplattform bis Schuhgeschäft, die Menschen setzen sich gegenseitig unter Verdacht und das konsequent, sofort und mit einem gelegentlich gerne zujubelnden Mob in der Tasche. Egal, was man in dieser Öffentlichkeit sagt, es wird gegengelesen und je nach Interessenlage kommentiert, korrigiert, aber auch diffamiert, diskreditiert, gemobbt, gestalkt – aber auch verfälscht und verfälschend verbreitet. Gerne auch von den Personen, die das sonst kritisieren. Fake News kommt nicht nur von einer fehlgeleiteten Presse.

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Das Leben ändern, nicht die Kunst

Das Orchester. Foto: Hufner

Seit einiger Zeit wird immer wieder behauptet, dass die Menschen und die Künste nicht zusammen fänden. Man macht da gewiss Unterschiede zwischen den Künsten. Bildende Kunst und Dichtung gelten als nur bedingt problematisch. Bei Musik gibt es ein Riesendurcheinander. Musikvermittlung wird eingesetzt. Denn irgendwie müssen doch Musik und Menschen einander finden. Ist es wirklich so und ist es wirklich so schlimm? Edgar Wind und Adorno haben da ganz eigene Erfahrungen beschrieben. Bei Edgar Wind01)Edgar Wind: Kunst und Anarchie, Frankfurt/M. 1994. und bei Adorno02)Theodor W. Adorno: Ästhetik (1958/59), Frankfurt/M. 2009. habe ich einige andere Einsichten gewonnen. In dem Kapitel über ästhetische Partizipation stellt Wind fest, dass Kunst und Leben sich auseinanderentwickelt hätten. Die Kunst sei in einer „Randstellung“ zu finden. Und […]

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Die 60er Jahre: Edgar Wind

Die Post. Foto: Hufner

Manche Einsichten sind sehr simpel. 1963 schreibt Edgar Wind: „Machen wir uns nichts vor: Kunst ist unbequem, ganz besonders für den Künstler selbst.“01)Edgar Wind: Kunst und Anarchie, Frankfurt/M. 1994, S. 9. Schöne Grüße aus den 60er Jahren … Fussnote(n)   [ + ] 01. ↑ Edgar Wind: Kunst und Anarchie, Frankfurt/M. 1994, S. 9.

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