November 28, 2020 Hallo! Hier spricht das Subjekt!

Fettnäpfchen im Dunkeln an der Hochschule für Musik und Theater München

Hygienespender. Foto: Hufner
Hygienespender. Foto: Hufner

Fettnäpfchen! Warum tritt eigentlich die Hochschule für Musik und Theater München in jedes vorhandene ebensolches. Gestern noch die tolle Nachricht, einen Prozessbeobachter zum Strafprozess gegen den ehemaligen Kompositionsprofessor Hans-Jürgen von B. loszuschicken. Heute dann der Rückzieher. Grund: der dafür vorgesehene Professor der Ludwig-Maximilian-Universität München hat in diesem Jahr auch AfD-Mitglieder in Verfahren in Sachen Parteispenden vertreten. Als Fachvertreter im Sexualstrafrecht ist er eher bislang nicht hervorgetreten.

Das nährt Spekulationen an denen ich mich selbstverständlich nicht beteilige.

Fragen an die Hochschule, wie und wer diesen Prof. für die Beobachtung vorgesehen hat, ob der Vertrag dotiert war und wenn, in welcher Höhe und ausgeschrieben oder nicht? Alles noch im Dunkeln, Antworten stehen aus.

Die Hochschule wird ihre dunklen Schatten nicht los. Es wird auch nicht besser, wenn man deshalb einfach nur das Licht ausschaltet.


Kann sich irgendwer erklären, warum die Hochschule für Musik und Theater München einfach ihre Vergangenheit nicht auf die Kette bekommt. Erst die ganzen Verfahren um Siegfried Mauser, der zwar verurteilt, irgendwo jenseits Bayerns versucht, den Antritt seiner Haftstrafe zu verhindern. Natürlich kann man im Nachhinein nichts dafür, was passier ist, aber im Zuge der Aufarbeitung sind so viele unselige Probleme neu aufgeworfen worden, dass diese rückgängig gemachte Bestellung des Prozessbeoachters nur das Tüpfelchen auf den i zu sein scheint, vielleicht ist es aber auch mehr und vielleicht nicht das letzte Fettnäpfchen diese ganzen rutschigen Angelegenheit. Ist es wirklich nur Versagen, Unfähigkeit oder Absicht, was dahinter steht?

Da kann man noch so viele Hygienespender aufstellen. Wenn da nix drin ist, ist das leere Gefäß auch einigermaßen unbrauchbar. Vor allem weckt das alles nicht Vertrauen in die anderen Institutionen dieser Hochschule. Ein sicherer Hafen in dem eine freie künstlerische und persönliche Entfaltung stattfinden kann, sieht anders aus.

 

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