Meinten Sie vielleicht Hitler? [2006]

Meinten Sie vielleicht Hitler?
Meinten Sie vielleicht Hitler?

Meinten Sie vielleicht Hitler?

Wie bitte? Ich suche nur Fotos zum Thema Hitze. Yahoos Zooomr-Technologie. Passend dazu die Meldung aus dem Bundestag:

Im Mai dieses Jahres wurden insgesamt 1.177 ausländerfeindliche und rechtsextremistische Straftaten gemeldet. Dies teilt die Regierung in der Antwort (16/2195) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/1950) mit.

Die Zahl der Gewalttaten wird mit 88 angegeben und die Anzahl der Propagandadelikte mit 853. Bei 201 Straftaten innerhalb der „politisch motivierten Kriminalität – rechts“ wurde darüber hinaus ein fremdenfeindlicher Hintergrund bei 43 Gewalttaten und bei 47 Propagandadelikten festgestellt.

Bei den Straftaten wurden 758 Tatverdächtige ermittelt und 90 Personen festgenommen. Gegen fünf wurde Haftbefehl erlassen. Dabei gab es im Rahmen der rechtsmotivierten Straftaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund 183 Tatverdächtige und eine Festnahme in 33 Fällen. Gegen drei Personen wurde Haftbefehl erlassen.

Das nennt man doch mal Ausbeute. Nönö. Wir leben in einem friedvollen und höflichen Miteinander. Ist doch pillepalle. Knapp 1200 Straftaten auf etwa 30 Tage, das sind ja nichtmal 40 am Tag und das deutschlandweit. Da müssen sich ja 80 Millionen Bürger die 40 Vergehen teilen. Und nur eine Festnahme im Falle von Straftaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund. Das ist doch nüscht.

Die Anzahl rechtsextremistischer Skinhead-Konzerte in Deutschland ist im vergangenen Jahr mit 193 Veranstaltungen gegenüber 137 im Jahr 2004 deutlich angestiegen. Dies erklärt die Bundesregierung in der Antwort (16/2282) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/2164).
Dabei ging die Zahl der Veranstaltungen mit mehr als 300 Besuchern von 14 auf 11 zurück und auch die durchschnittliche Besucherzahl lag mit 160 Personen leicht unter der Vorjahreszahl mit 165 Besuchern.

Insgesamt seien 51 Konzerte vor oder während der Aufführung durch die zuständigen Behörden verboten beziehungsweise aufgelöst worden. Die Mehrzahl der Skinhead-Konzerte finde wegen des Verfolgungsdrucks der Sicherheitsbehörden, nach wie vor überwiegend unter konspirativen Umständen statt, heißt es in der Antwort.

Angestiegen ist laut Antwort dagegen im Jahr 2005 die Zahl aktiver rechtsextremistischer Skinhead-Gruppen, die bei einschlägigen Konzerten auftreten oder Tonträger veröffentlicht haben. Sie wird mit 142 gegenüber 106 im Jahr 2004 angegeben.

Eine ansteigende Tendenz zeigt sich laut Regierung auch bei der Zahl aktiver extremistischer Liedermacher, die sich im vergangenen Jahr mit 26 gegenüber 15 im Jahr 2004 erhöht habe. Eine Steigerung zeige sich ebenfalls bei rechtsextremistischen Skinhead-Musikvertrieben. Deren Angebotsseiten im Internet haben sich danach im Jahr 2005 auf 75 gegenüber 60 im Jahr 2004 erhöht.

Aber Musik haben sie schon, diese wenigen. Diese Nichtse.


Zuerst erschienen in: Kritische Masse 2006, am 27. Juli 2006.