Rechtspopulisten ohne Wiederkehr

Intellektuelle, die in den Rechtspopulismus rutschen oder einwandern (wie Sarrazin, Boder, Matussek und Co) – ich weiß, es tut weh, sie Intellektuelle zu nennen – kommen da nie wieder heraus. Eine Exit-Strategie ist da unmöglich. Man wird sie nie wieder als ernsthafte Gesprächspartner akzeptieren können. Letztlich sind sie alle dann auf sich selbst angewiesen. Das schweißt sie über ihren Eigengeruch hinaus zusammen.

In dieser Einbahnstraßen-Sackgasse stecken sie dann fest und kreisen am Wendehammer herum, fluchend, wütend. Denn, sie nehmen sich selbst ja auch nicht ernst. Dabei werden sie müder und müder. Und wie Hunden oder Kindern macht sie die Müdigkeit reizbar, denn ihr Auftrag erlaubt ihnen ja auch keinen Schlaf.

Der Wendehammer wird dabei immer dichter mit ihren Gedanken gefüllt, so dass sich auf die Dauer nicht mehr viel bewegt. Einen kleinen Ausgang gibt es wohl. Da huschen die einen oder anderen dann durch. Das ist dort, wo es dann ganz dunkel wird. Wo die Begriffe immer enger werden, damit man etwas mehr Platz beim Nachdenken findet. Sie verblöden dabei also immer mehr.

Ungefährlich sind sie deshalb lange nicht. In ihren dunklen Denkkerkern sind sie unberechenbar. Man sollte ihnen nicht zu nahe treten, es sei denn, man versteht es, ihre Körperhaltung und Mimik richtig zu deuten. Aber selbst das ist höchstens noch von verhaltensbiologischem Interesse. Gegenseitige Kommunikation dürfte unmöglich werden. Streben diese Gestalten auch gar nicht mehr an.

huflaikhan

Immer auf der Suche nach Unstimmigkeiten im Musikbetrieb.

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