November 29, 2020 Hallo! Hier spricht das Subjekt!

Eurovision Song Contest 2016 – Blinde Wutlosigkeit

Als letzten Samstag der European Song Contest 2016 über die Bühne ging, war eines von Anfang an klar. Das wird ein Ereignis, egal wie das Ergebnis auch lauten würde. Der Beitrag aus Deutschland kam im Ergebnis auf den letzten Platz, so haben es Jurys aus „Fachleuten“ und „telefonierende“ Bürger in Europa entschieden. Also die, die da mitgemacht hatten. Und ebenso haben diese Menschen entschieden, wer den größten Zuspruch bekommen hat.

Mehr nicht!

Aber das Spiel ist damit ja nicht aus. Nun wird gejammert über Modus, über Manipulationen, über die Zukunft und die Vergangenheit. „Wir“ haben verloren … Es ist zu lustig das zu lesen und es gehört zur Veranstaltung dazu. Es ist ebenso Teil des Stücks wie die Veranstaltung, die im Fernsehen übertragen worden ist. Daran haben alle eigentlich ihren Spaß: Aufregen so ganz ohne Konsequenzen und Sorgen. Einmal Loslassen, einmal Stammtisch in groß.

Darum braucht man diese Veranstaltung genauso wie eine Fussball-EM zum Beispiel.

Für den Sperrsitz ist die Sache durch. Zwei Erkenntnisse:

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Ja, es war musikalisch wie hinter schwedischen Gittern zusammengerafft. Manch ein Stück war selten unangenehm, wie zum Beispiel der Stechschritt-Popmarsch aus Russlands nordkoreanisch-spätsozialistischer Ästhetikküche. Oder aber ein ganz feines Stück musikalischer Fleischarbeit wie beim Song aus Malta. Nee, echt jezz.

Wer das alles noch mal im Zusammenhang hören möchte. Hier kann man sich die Augen schön sehen.

Die Sache ist ja immer die Gleiche und der Ablauf ist ganz vorhersehbar, nein, nicht musikalisch, sondern medial. Jeder Beitrag hätte gut und gerne auch auf Platz 1 landen können – je nachdem, wie gerade der Geschmackswind bläst. Mehr kann man dazu nicht sagen. Also Manipulationen ausgeschlossen, da steckt man ja nicht drin. Wobei: Manipulation ist Kerngeschäft der politischen Musikindustrie.

Und darum zurück ins Jahr 1975:

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