Geschenkt ist nix

Geschenke sollen Freude machen. Vor allem den Beschenkten. Aber das kennt man häufig genug aus dem Leben: Mit dem Beschenkten schenkt man sich auch mal um die Ecke sich selbst.

Das Geschenk aus der Werbung ist dabei fast nie wirklich ein Geschenk. Das Smartphone für 1 € ist die Angel, die Kaffeemaschine ebenso. Wenn man von einer Online-Apotheke dann ein Treue-Geschenk zum Weltfrauentag bekommt mit einer Handcreme, dann reicht man die Hand zum Einkauf. Und der muss in diesem Fall mindestens den Umfang von 40 € erreichen.

„Gutschein gültig bei Bestellung rezeptfreier Artikel (ausgenommen preisgebundene Bücher und Tabakprodukte). Mindestbestellwert 40 Euro. Vorteilscode bei der Bestellung angeben. Nur ein Gutschein pro Bestellung und Person. Keine Kombination mit anderen Gutscheinen. Keine Barauszahlung. Gültig solange der Vorrat reicht.“

Man beachte: Das kommt von einer Online-Apotheke: Tabakprodukte! Irgendwie sympathisch.

Das hatte ich neulich auch mal bei einem Optiker ähnlich als „Geburtstagsgeschenk“. Das kann einen wirklich nicht froh machen. Das nennt man richtigerweise „Gratis³“. Man hat das ganz sicher bei der Nigeria-Connection gelernt.

Ja klar, das ist keine wirkliche Neuigkeit. Aber es regt mich regelmäßig auf. Und es begründet, warum ich diesen Unternehmen, ob Optiker, Telefongesellschaft oder Apotheke den Rücken zukehre.

huflaikhan

Immer auf der Suche nach Unstimmigkeiten im Musikbetrieb.

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