Sprachpsychologischer Irrtum: mehr wäre weniger

unterdurchschnittlich. Screenshot

Mit der Sprache ist es nicht immer einfach. Der Bayer kennt ja die doppelte Verneinung, die das Verneinte doppelt verneint. Aber in der Wissenschaft ist das natürlich anders. Der Deutschlandfunk hat da eine Nachricht so eingeleitet.

„In Europa lag diesen Winter unterdurchschnittlich wenig Schnee.“ [Deutschlandfunk, Website]

Gemeint war aber, wenn man die Meldung genau liest, dass in diesem Jahr besonders wenig Schnee in Europa gelegen haben soll, nämlich weniger als sonst, verglichen mit anderen Jahren. Also „überdurchschnittlich wenig“. Oder „unterdurchschnittlich viel“. Die Autoren der Überschrift muss ein sprachpsychologischer Irrtum befallen haben. Mehr kann doch nicht weniger sein.

Wieder mal ein Beispiel dafür, wie uns die Lügenpresse – oder hier der Lügenrundfunk hinter das Licht führen will. Mehr ist nicht weniger, aber auch: Weniger ist nicht immer weniger.

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