Oktober 1, 2020 Hallo! Hier spricht das Subjekt!

Musikvermittlung 1966 – Ehrwürdiges Publikum wird maßgeregelt

Unkorrekt: Pausengestaltung!

Ich habe dieses Video bei der Suche nach Auftritten von Friedrich Gulda gefunden. Der hätte nämlich gestern seinen 85.  Geburtstag feiern können. Aber bitte Achtung zwischen den Sätzen 1 und 2. lange Pause – die WIENER PHILHARMONIKER sind ja sogar in den Pausen extrem gut und männlich – Maestro Szell erhebt den Stab. Und, und …

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

… das Publikum kommt einfach nicht zur Ruhe, die Musiker setzen ab, der Szell klopft aufs Holz seines Pultes, drei Mal – Petrus! –, wendet sich um und starrt, gefühlte Stunden, ins Publikum. Erst jetzt kehrt etwas Ruhe ein und einer der allerschönsten Sätze unserer Musikgeschichte geht an.

Da soll noch mal einer über unruhige Klassen in Konzertsälen jammern. Die Leute im Musikvereinssaal, was für eine verlotterte Truppe. In Wien! Mit Fernsehen dabei!

Man könnte das auch Mut nennen. Oder, war es vielleicht gar abgesprochen? Wahrscheinlich lesen Sie das schon gar nicht mehr, weil sie der schönsten Musik der Welt nachlauschen. Da tun Sie recht daran.

PS: Ich finde ja die schönste Aufnahme des fünften Klavier-Konzertes von Beethoven ist die des vierten mit Szell und Gilels, also eine ähnliche wie die hier verlinkte (Eterna, Originalaufnahmen aus der UdSSR). 🙂