September 29, 2020 Hallo! Hier spricht das Subjekt!

ssssscharfffffffff – Kultur und Sport und Konkurrenz

In eigener Sache. Meine zwei Kollegen hier an auf den Sperrsitzen betreiben nebenbei noch ein eigenes Blog. Musik – mit allem und viel scharf. Ich habe natürlich spontan an einer Abmahnung alten Stils nachgedacht, naja, echt stilvoll, zack, sauber. Und nachher einen Cleaner bestellen.

Aber dann schien mir das doch überhaupt nicht adäquat: Ich freue mich für #Kulturkolibri und #Hasimausi. Und welche Konkurrenz ist nicht besser als die eigene. Das weckt den Sportsgeist in einem und in eine Blog, dass ja mal ganz klein als WM-Blog startete.

Überhaupt kann man vom Sport sich noch mehr erhoffen als vom Sport in der Kultur:

„Massenkultur aber möchte ihre Konsumenten nicht in Sportsleute sondern in johlende Tribünenbesucher verwandeln. (…) Je mehr unterm Monopol das Leben den, der durchkommen will, zu Tricks, Kniffen und Püffen nötigt, je weniger mehr die einzelnen vom Beruf, von der Kontinuität ihrer Arbeit leben können, um so größer wird die Gewalt des Sports draußen und in der Massenkultur. Diese ist ein Training zu leben, wenn es eigentlich nicht mehr geht.“ [Band 3: Dialektik der Aufklärung: Das Schema der Massenkultur. Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 1629 (vgl. GS 3, S. 329-330) ]

Das Ding ist ja, dass es zwischen Kultur und Sport längst einen Schulterschluss gibt, der allgemein anerkannt ist und der von den Beteiligten längst stillschweigend und überwiegend akzeptiert wird. Das Leistungmessen an sich. So als ob man die musikalische Leistung selbt objektiv messen könnte und man daher auch Leistungen gegeneinander bewerten darf.

Man hatte dagegen früher noch mehr von einer Adäquatheit gesprochen, voraussetzend, alle Akteure miteinzubeziehen. Bringt hier etwa der Kulturkolibri die Leute mehr zum Nachdenken als ich und Hasimausi mehr zum Lachen – oder umgekehrt?

Es ist doch etwas anderes: Mit den beiden Jungs da fühlt man sich ein wenig mehr wieder heimisch und nicht so allein. So wie die beiden ihr scharfes Blog betreiben, betreibe ich ja auch meine „Kritische Masse“.

Also, drüben lohnt sich auch, die Kollegen sind ja zu bescheiden, es selbst anzukündigen. Zum Beispiel das Schweigen über den Echo.

Wie klingt eigentlich das Echo des Schweigens?

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