Oktober 2, 2020 Hallo! Hier spricht das Subjekt!

Musikförderung: Kreative Lösungen sind gefragt

Überall wird gespart. Des Jammerns ist kein Ende. Überall? Nein, heute wurde gemeldet, dass die Ausgaben des Verteidigungsministerium für Rüstungsforschung sich in den letzten Jahren verdoppelt hätten. Keine besonders große Summe. Ein paar lausige Millionen, die an den Unis zur Erforschung von geheimen Dingen ausgegeben worden sind. Um was es genau geht, will man nicht sagen, weil man daraus schließen könne, wo die Defizite liegen. Das ist Politik. Das ist unsere Sicherheit.

Auf der anderen Seite, insbesondere im kulturellen Sektor wird dagegen gespart, fast überall. Gerne nehme ich Positivmeldungen entgegen.

Was kann man daraus aber lernen? Man muss im kulturellen Sektor umzudenken anfangen! Sich auf Projekte setzen, bei denen das Geld lockerer sitzt. Warum die Slogan „Musik macht schlau“ nicht umändern: „Musik stärkt die Verteidigung des Vaterlandes“, „Musik macht stark“, „Musik verhindert Terroranschläge“.

Ex-Innenminster Schily hat die Richtung vor einigen Jahren ja vorgegen: Wer Musikschulen schließe, gefährde die innere Sicherheit. Aber das war eben noch zu negativ gedacht. Aus der Psychologie wissen wir, dass positive Ziele vehementer verfolgt werden als negative, vermeidungstechnische.

„Mit Musik spielt die Nationalmannschaft besser,“ statt „Ohne Musik spielt die Nationalmannschaft schlechter“. Was würde man nicht alles dafür geben, wenn die Deutsche Nationalmannschaft Weltmeister würde. Also aufsatteln. Musikpädagogen ins Campo de Bahia. Marsch vs. Samba! Deutschland muss auch in Porto Alegre verteidigt werden: Singt, tanzt, marschiert.

Die Kohle gibts vom Staat.

PS: Übrigens erklärt das auch, warum „Musik macht schlau“ keine gute Idee war. Sondern eine kontraproduktive, sie ist zu negativ gedacht: Als ob es nämlich der Politik darum ginge, Menschen schlau zu machen. G8 und Bologna-Prozess zeigen bestens, das Gegenteil ist gewünscht!