Die LINKE: Links vom Reichtum, rechts der Politik

Engels und Marx. Foto: hufner

„Reichthum macht nicht reich,“ sagt da ein Sprichwort. Wie es überhaupt recht viele und sich gegenseitig widersprechende Sprüchworte zum Thema gibt.

Das wundert es vielleicht weniger, wenn die LINKE auf den einen Plakaten fordert: „Reichtum besteuern“ und auf den anderen „Reichtum für alle.“ Das ist in der Tat nicht so widersprüchlich, wie man meinen könnte. Denn ist der Reichtum allgemein, schaden Steuern wenig. Man könnte sie vermutlich sogar senken im gleichen Atemzug. So kann das Ziel der Reichen eigentlich nur sein, dass alle so reich werden mögen wie sie. Die LINKEN werden in Plakaten anderer linker Parteien daher als eine am Kapitalismus orientierte Partei bezeichnet. Man muss sagen, korrekt.

Dagegen ist ein Vorschlag wie der der FDP mit mehr Brutto vom Netto (bzw. umgekehrt) kontraindiziert. Wenn alle weniger beisteuern und alles bleibt wie es ist, fehlt was. Mehr Gehalt in der Politik mag man vielleicht wünschen.

Übrigens sind sich alle Parteien ziemlich einig in dem, dass sie für eine bessere Bildungspolitik eintreten wollen. Schön. Was davon zu halten ist, sieht man in den Ländern und im Bund. Nichts. Worte in den Wind gepieselt, sonst wohl eher nichts.