Datenschutz und Umweltschmutz in deutschen Bundesbehörden

Auto vereist. Foto: Hufner

„In den Jahren 2005 bis 2007 sind in deutschen Bundesbehörden 189 stationäre Personalcomputer, 326 Notebooks, 38 Memorysticks sowie 271 Mobiltelefone und Taschencomputer gestohlen worden, abhanden gekommen oder unauffindbar,“ kann man lesen in den aktuellen Mitteilungen aus dem Bundestag. Da kommen wohl noch einige Mobiltelefonen der Firma No*ia hinzu, die einige höhere Beamten volkswirksam zur Vernichtung anheimgegeben haben. In der Mitteilung heißt es weiter, viel Unglück sei dabei nicht entstanden.

„In fünf Fällen, so heißt es weiter, hätten Datenträger des Bundesministeriums der Verteidigung Informationen der Einstufung VS-Vertraulich und höher enthalten. In diesem Zusammenhang werde derzeit ermittelt. In wenigstens einem Fall seien auch personenbezogene Informationen betroffen gewesen.“ [Quelle: hib]

Dazu passt negativ, dass für eine Studie mit Erhebungen der Deutschen Umwelthilfe, Politiker Auskunft über verwendete Dienstwagen verweigerten, aus Sicherheitsgründen. Vielleicht finden sich die Daten in den abhandengekommenen Rechnern. Dieter Nürnberger berichtete für den Deutschlandfunk über die Untersuchungen an Dienstwagen unter dem Titel „Keine Vorbilder“.

Führend auf der Liste der Bundesminister ist übrigens Heidemarie Wieczorek-Zeul, die Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die schlechtesten Verbrauchswerte hat übrigens das Fahrzeug von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. [Quelle: Deutschlandfunk]

Was mag die da wohl fahren, ein Auto, wie es typischerweise häufig in den letzten Jahren sich bei bestimmten Frauen durchgesetzt hat, mit großen Rädern und Hörnern, um unbeschadet durch eine Junghirschherde hindurchzubrettern? Die Daten, soweit bekannt, liegen als PDF vor.

In der Tat ist der Sprung von Bildungsministerin Schawan geradezu vorbildlich. Statt 272 wie im Jahr zuvor hat sie nun 350 PS unter der Haube – Mercedes-Benz S450 (Benzin). Da kann die Umweltministerin von Berlin, Katrin Lompscher (Linke), mit 74 PS nur abstinken. Auch ist der Spritverbrauch mit kombinierten 4,7 Litern nicht wirtschaftsfördernd. Aber die fährt auch nur einen Toyota Prius (Hybrid).

Auto vereist. Foto: Hufner

Auto vereist. Foto: Hufner

Überhaupt gibt es offenbar neben dem einen Toyota nur Mercedes-Benz, BMW und AUDI – dem Phaeton von Justizministerin Zypries aus dem letzten Jahr fehlten offenbar nötige Ersatzteile. Leider wissen wir nicht, was der Bundeskanzler fährt: Ginge es der Liebe nach, dürfte es wohl ein Wartburg sein oder ein Mitbringsel mit Schmusebar von der französischen Staatpräsidentin Sarkozy. Ein C6, so wie der Dienstwagen meines Konditors.

PS: Das hätte ich auch nie gedacht, dass einmal Autos im Zentrum eines Beitrages stehen. Seit meiner Matchbox-Zeit haben mich Autos immer mehr kalt gelassen. Die Opels mit Namen wie Diplomat, Commodore oder Kadett sind ja weitgehend darin. Auch ein Ford Taunus lässt sich nur noch selten blicken. Das ist schon traurig, aber auch eigentlich nicht so sehr, wenn man es genau nimmt.