Hartmut Spiesecke verlässt die Phonoverbände

Hartmut Spiesecke bei taktlos 2006. Foto: Hufner

Am 30. Juni endet sein Vertrag. Mit Spiesecke hatten die Phonoverbände ein Gesicht, welches keine reine Fratze war. Ich gebe zu, anfangs sah ich in ihm meinen Feind. Er wurde dann zu taktlos eingeladen im Jahr 2003 und ich hatte fast angst, ihm unter die Augen zu treten. Er selbst meinte: „Sie sind also der Hufner; Sie wollte ich immer schon mal kennenlernen.“ Ich fasste das als Drohung auf, denn die Phonoverbände hatte ich immer im Visier meiner Kritik; und nun würde einer von denen ganz böse mit mir werden und mir sagen, was für einen Unfug ich da wohl schriebe. Aber es kam anders.

Nach der Sendung haben wir uns sehr freundlich und konstruktiv unterhalten, respekt- und taktvoll. Seither hatte ich einen guten Draht zu diesem Verband und erhielt auch Hinweise auf Dinge, die man man sonst aus der Presse nicht bekam. Als ich die Geschichte zum Streit zwischen IFPI und GEMA vor zwei Jahren recherchierte, gab er alle nötigen Informationen heraus, man konnte mit ihm die einzelnen Fragen ausführlich diskutieren. Immer rief Spiesecke zurück. (Was man seitens der GEMA so nicht sagen konnte.)

Ich persönlich werde ihn an der Stelle der Phonoverbände vermissen, wenngleich ich ihm ausdrücklich wünsche, dass er an anderer Wirkungsstätte seien Fähigkeiten noch besser verwirklichen kann.

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Die Phonoverbände selbst sind nun bald komplett umgebaut. Haentjes folgte Gebhardt, der Justitiar ist ausgetauscht, Zombik als Geschäftsführer sitzt noch im Sattel. Würde die Kritische Masse einen Pressesprecher benötigen, gerne würde ich Hartmut Spiesecke einstellen — leider habe ich kein Geld, um ihn mir leisten zu können.